Zwischenstopp Johor Bahru
Nach ein paar aufregenden Tagen in Singapur hiess es Abschied nehmen – zumindest vorerst vom Grossstadtleben. Unser nächstes Ziel: Pulau Tioman. Doch bevor wir das Inselparadies erreichten, machten wir einen kurzen Zwischenstopp in Johor Bahru, direkt hinter der Grenze zu Malaysia.
Die Fahrt über den Damm war unkompliziert, und schon nach kurzer Zeit befanden wir uns in einer völlig anderen Welt. Der Kontrast zu Singapur war sofort spürbar – weniger Hochglanz, dafür mehr Alltag, mehr Malaysia. In Johor Bahru verbrachten wir nur eine Nacht, kühlten uns kurz im Hotelpool ab und liessen den Tag ruhig ausklingen. Es war ein sanfter Übergang zwischen den Welten – vom modernen Singapur hin zum ursprünglichen Malaysia.
Pulau Tioman – das Paradies auf Malaysia
Von Mersing aus brachte uns die Fähre in rund zwei Stunden nach Pulau Tioman – einer kleinen Insel, die wirkt, als wäre die Zeit stehen geblieben. Unsere Unterkunft, das Bushman Tioman, lag direkt am Strand. Eine einfache, gemütliche Anlage mit Bungalows im Sand, Meeresrauschen als Wecker und einem endlosen Blick aufs Meer. Fünf Tage lang liessen wir dort einfach die Seele baumeln.
Die Tage vergingen langsam, so wie sie auf einer Insel vergehen sollten. Wir lasen, spielten Karten, gingen schnorcheln und liessen uns treiben. Beim Schnorcheln entdeckten wir Sandrochen, die elegant über den Meeresboden glitten – Momente, in denen man einfach still wird und staunt.
Ein ganz besonderer Moment wartete aber noch auf uns: Eines Abends erhielten wir eine Nachricht von unserer Unterkunft. Die Schildkrötenschutzstation auf der Insel hatte mitgeteilt, dass gerade frisch geschlüpfte Schildkröten ihren Weg ins Meer finden würden – und alle waren eingeladen, dabei zu sein. Natürlich machten wir uns sofort auf den Weg.
Am Strand versammelten sich Einheimische und die wenigen Touristen, die gerade auf der Insel waren. In der Dämmerung krabbelten rund 200 winzige Schildkröten über den Sand Richtung Wasser – ein stilles, magisches Schauspiel, das uns Gänsehaut machte. Zu sehen, wie diese kleinen Wesen instinktiv ihren Weg ins Meer fanden, war eines dieser Erlebnisse, die man nie vergisst.
Pulau Tioman war für uns ein Ort der Ruhe. Keine Touristenmassen, kein Lärm – nur das Rauschen der Wellen, Dschungelgeräusche und freundliche Gesichter. Man fühlt sich fast, als wäre man auf einer einsamen Insel gestrandet – und genau das machte den Zauber dieses Ortes aus.
Nach fünf Tagen hiess es Abschied nehmen vom Inselrhythmus. Wir fuhren zurück nach Mersing, mit Salz in den Haaren, Sand zwischen den Zehen und einem Herzen voller Leichtigkeit. Tioman war ein Ort, der uns daran erinnerte, dass Glück manchmal einfach darin liegt, nichts zu tun – ausser zu sein.
Kuantan – Ruhe, Routine und ein Hauch Stadtleben 🏙️
Nach den vielen Inseln und Erlebnissen in den letzten Wochen war Kuantan für uns ein kleiner Zwischenstopp zum Durchatmen. Für fünf Nächte liessen wir uns im Timurbay by Seascape nieder – eine moderne Unterkunft direkt am Meer, mit Pool, Fitnessraum und allem, was man braucht, um ein paar Tage zu entspannen.
Am ersten Tag erkundeten wir die Umgebung und entdeckten gleich zwei riesige Einkaufszentren, die nur durch eine Strasse voneinander getrennt sind. Drinnen reihten sich unzählige Shops und Restaurants aneinander – vom westlichen Fast Food bis zur lokalen Küche. Ein kleiner Kulturschock nach der ruhigen Zeit auf Tioman, aber auch eine willkommene Abwechslung.
Am nächsten Tag nutzten wir den Pool der Anlage und schwammen ein paar Längen – endlich wieder richtig Bewegung nach so viel Relaxen. Während ich die Sonne genoss, inspizierte Thierry noch das Fitnessstudio. Später liessen wir den Tag gemütlich auf dem Balkon ausklingen.
Ein weiterer Ausflug führte uns in die Stadt. Besonders gefallen hat uns die Art Street – eine kleine Strasse, die mit bunter, interaktiver Strassenkunst geschmückt ist. Überall fanden sich kreative Wandbilder, 3D-Motive und Figuren, die perfekt für Fotos waren. Danach ging es hoch hinaus auf den Menara Kuantan 188, den Aussichtsturm der Stadt. Von oben hatten wir einen schönen Blick über Kuantan, den Fluss und die Küste. Doch schnell merkten wir: Die Stadt selbst hat nicht allzu viel zu bieten – ein paar Märkte, viele Strassen, aber wenig Charme.
Also entschieden wir uns, die restlichen Tage einfach in unserer Unterkunft zu verbringen. Wir verbesserten unsere Kondition beim Schwimmen, spielten Spiele und planten die nächsten Sopps unserer Reise.